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Homo-Ehe auf den Weg gebracht

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Homo-Ehe auf den Weg gebracht

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Feierstimmung bei den Homosexuellen vor dem Parlament in Lissabon: Die Abgeordneten gaben der Homo-Ehe grünes Licht. Allerdings lehnte das Parlament ab, dass gleichgeschlechtliche Paare Kinder adoptieren dürfen. Der Gesetzentwurf wurde von der sozialistischen Regierung von Ministerpräsident José Socrates eingebracht.

Vor der Abstimmung verteidigte er das Recht der Homosexuellen auf Eheschließung im Namen von Freiheit, Gerechtigkeit, Gleichheit und Humanismus. Mit dem Gesetz könne Diskriminierung ausgeschlossen werden und es entspreche dem Geist der Verfassung.

Das Gesetz muss noch vom Präsidenten unterzeichnet werden. Wenn er kein Veto einlegt, könnte die erste Homo-Ehe im April geschlossen werden. Der Präsident eines Schwulen- und Lesbenverbandes in Portugal sagte, dies sei ein wichtiges Zeichen, dass in Länder gesandt werde, in denen es immer noch ungerechte Gesetze für gleichgeschlechtliche Partnerschaften gebe.

Anders als in Spanien hatte sich in dem streng katholischen Land die Kirche aus der Diskussion um das Gesetz herausgehalten. Als Christin sei sie gegen die Entscheidung, erklärte eine Nonne. Gott habe Mann und Frau erschaffen, um sich fortzupflanzen und nicht damit Männer mit Männern und Frauen mit Frauen leben, meint ein Passant.