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Immigranten protestieren gegen Rassismus

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Immigranten protestieren gegen Rassismus

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In der süditalienischen Stadt Rosarno gehen die Proteste tausender Immigranten weiter. Die aufgebrachten Landarbeiter werfen der Bevölkerung Rassismus vor. Außerdem wollen sie auf ihre unmenschlichen Lebensbedingungen aufmerksam machen. Viele werden als billige Tagelöhner eingesetzt.

Auslöser des Aufstandes war ein Vorfall am Donnerstag: Unbekannte hatten aus einem Auto auf mehrere Immigranten geschossen, die von der Arbeit auf den Orangenfeldern zurückkehrten. Dabei wurden mehrere Männer verletzt. Dies brachte das Fass zum Überlaufen. Anschließend kam es zu Straßenschlachten mit der Polizei. Schulen und Läden blieben geschlossen.

In der rund 16.000 Einwohner zählenden Stadt in Kalabrien leben rund 5000 Immigranten, vor allem aus Afrika, unter teils schlimmen Bedingungen, in ehemaligen Fabriken ohne Matrazen und Licht. Der durchschnittliche Verdienst der Tagelöhner beträgt 20 Euro. Davon müssen sie noch Abgaben an die Mafia leisten.