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Polizei gelingt Schlag gegen die ETA

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Polizei gelingt Schlag gegen die ETA

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Insgesamt vier mutmaßliche ETA-Mitglieder sind der Polizei in Frankreich und Spanien ins Netz gegangen. Im Westen Spaniens wurde auch ein mit Sprengstoff beladener Lieferwagen sichergestellt. Der Wagen mit französischem Kennzeichen war einer Polizeistreife in der Nähe des Ortes Bernillo de Sayago aufgefallen. Bei der Kontrolle stieß der Fahrer die Beamten zur Seite und flüchtete mit dem Streifenwagen nach Portugal. In Torre de Moncorvo konnte er schließlich gestoppt werden. Außerdem machte die portugiesische Polizei auch eine mutmaßliche Komplizin des Mannes dingfest, die dem Lieferwagen mit einem anderen Auto vorausgefahren war. Im Inneren des Wagens wurden 10 Kilo Sprengstoff gefunden.

Der spanische Innenminister Alfredo Pérez Rubalcaba hatte Ende des vergangenen Jahres erklärt, die ETA plane einen spektakulären Anschlag. Nun sagte er, die Festnahmen seien der Beweis dafür, dass man richtig gelegen sei: “Die weiteren Untersuchungen werden zeigen, wozu der Lieferwagen dienen sollte, aber eines ist sicher: Wir wissen, dass die ETA sich vorbereitet und die ETA weiß, dass unsere Wachsamkeit nicht nachlassen wird.”

Zwei weitere mutmaßliche ETA-Mitglieder, ein Mann und eine Frau, wurden in Zentralfrankreich in der Nähe von Clermont-Ferrand festgenommen. Das spanische Innenministerium zählte die beiden zu den meistgesuchten ETA-Mitgliedern. Sie wurden überrascht, als sie in einem Waldstück ein Versteck für Waffen und Geld aufsuchen wollten. Die spanische Guardia Civil hatte das Versteck vor einigen Tagen entdeckt und seither observiert. Aus Polizeikreisen hieß es, es deute derzeit nichts auf einen unmittelbar bevorstehenden Anschlag hin.