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Britischer Journalist in Afghanistan getötet

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Britischer Journalist in Afghanistan getötet

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Wieder ist ein Journalist in Afghanistan ums Leben gekommen, der 19. seit dem Fall der Taliban 2001 und der erste Brite. Der 39-jährige Reporter Rupert Hamer wurde am Sonntag in der südafghanischen Unruheprovinz Helmand getötet, als er mit einer US-Streife unterwegs war. Auch ein US-Soldat kam um, als das Fahrzeug auf einen Sprengsatz fuhr. Der Fotograf Philip Coburn, wie Hamer im Auftrag der britischen Zeitung Sunday Mirror in Afghanistan, wurde schwer verletzt und soll heute nach Hause geflogen werden.

Der Süden Afghanistans ist besonders gefährlich. Ende Dezember kam südlich von Kandahar die kanadische Journalistin Michelle Lang um, ebenfalls durch eine auf einer Straße deponierte Bombe. Dies ist eine von den Taliban häufig verwendete Anschlagsmethode. Ein Großteil der US- und britischen Soldaten, die im letzten Jahr in Afghanistan ihr Leben ließen, starben durch solche selbstgemachte Bomben. Allein 2009 haben Nato-Soldaten 7.200 selbstgebastelte Sprengsätze entschärft.