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Überschwemmungen auf dem Balkan

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Überschwemmungen auf dem Balkan

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Tagelanger Regen, verfrühte Schneeschmelze und noch dazu eine überhohe Welle an der Adria: In Albanien herrscht Katastrophenalarm. Weil die Stauseen überfüllt waren, mussten die Talsperren dreier Wasserkraftwerke geöffnet werden, dadurch wurden 10.000 Hektar Land überflutet. Besonders betroffen war der Verwaltungsbezirk Shkodra 120 Kilometer nördlich von Tirana.

Insgesamt stehen etwa 2.500 Häuser unter Wasser, mindestens 5.000 Menschen wurden bereits evakuiert. Mehrere europäische Länder, darunter auch Deutschland, haben Boote, Helikopter und Hilfsgüter nach Albanien gesandt.

Von den Wassermassen betroffen war allerdings nicht nur Albanien. Auch in Kroatien und Bosnien wurden ganze Regionen überflutet. In der südkroatischen Stadt Metkovic müssen sich die Einwohner in Booten vorwärtsbewegen. In der Stadt Kosinj in Mittelkroatien steigt der Wasserspiegel stündlich um 8 Zentimeter, und ein Ende des Regens ist derzeit nicht abzusehen.

Auch in Mittel- und Südbosnien traten Flüsse wegen des anhaltenden Regens über die Ufer und überfluteten ganze Dörfer. Viele Einwohner weigern sich allerdings, sich evakuieren zu lassen und harren in höheren Stockwerken aus. Auch für Bosnien sind weitere Regenfälle angekündigt.