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Bewerbungsgespräche für EU-Kommissare

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Bewerbungsgespräche für EU-Kommissare

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Die Bewerbungsgespräche für die möglichen künftigen EU-Kommissare gehen weiter: Karel De Gucht war heute der erste bei der Anhörung im Europaparlament. Der Belgier, bisher Kommissar für Entwicklungshilfe, soll in der neuen Kommission verantwortlich sein für Handel.

Gestern musste Catherine Ashton Rede und Antwort stehen. Die Britin ist vorgesehen für den neugeschaffenen Posten der faktischen EU-Außenministerin.

Ashton ist außenpolitisch unerfahren. Es ging aber auch um ihre Arbeit früher in der britischen Abrüstungsbewegung.

Ashton sagt, sie schäme sich dafür nicht. Als junger Mensch habe sie demonstriert, weil sie gegen Kernwaffen gewesen sei. Man könne ihre Methoden von damals kritisieren, aber nicht ihre Ziele.

Ashtons dreistündiger Auftritt kam überwiegend gut an. In Fragen der Verteidigung und der Zusammenarbeit mit den USA, sagt ein konservativer Abgeordneter, habe sie eine ziemlich britische Sichtweise. Sie sei aber diesmal besser in Form gewesen als bei einem vorangegangenen Treffen.

Die Abgeordneten befassen sich heute auch noch mit Rumjana Shelewa. Die Bulgarin soll das Ressort für internationale Zusammenarbeit und Krisenhilfe übernehmen. In der Heimat werden ihr allerdings Kontakte zum organisierten Verbrechen vorgeworfen. Sie bestreitet diesen Vorwurf.