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Iran vermutet Israel hinter Anschlag auf Professor

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Iran vermutet Israel hinter Anschlag auf Professor

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Nach dem Anschlag auf einen iranischen Universitätsprofessor werden Spekulationen über die Hintergründe der Tat laut. Am Dienstag morgen war eine Bombe explodiert, die Unbekannte an einem Motorrad nahe dem Haus des Akademikers befestigt und per Fernzünder aktiviert hatten. Bei dem Opfer handelt es sich um den 50-jährigen Atomwissenschaftler Massoud Ali-Mohammadi. Er unterrichtete an der Universität Teheran. Unklar ist, ob er auch bei der Umsetzung des iranischen Atomprogramms eine Rolle spielte.

Ein Sprecher des iranischen Außenministeriums sprach von Anzeichen für eine Verwicklung israelischer und amerikanischer Geheimdienste. Es scheine, als seien das zionistische Regime, die USA und ihre Helfershelfer in diesen terroristischen Akt verwickelt, sagte er.

Die Wucht der Explosion ließ die Fensterscheiben der umliegenden Häuser zerspringen, mehrere Autos wurden beschädigt. Zunächst war spekuliert worden, der Anschlag könnte mit den Anti-Regierungs-Protesten im Iran zu tun haben: An der Universität von Teheran hatten im Dezember zahlreiche Studenten gegen das Regime von Präsident Mahmud Ahmadinedschad demonstriert.