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Jemen: Konflikt verschärft sich

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Jemen: Konflikt verschärft sich

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Mit dem Besuch des deutschen Außenministers Guido Westerwelle im Jemen wächst der Druck auf die dortige Regierung, gegen al-Qaida vorzugehen, die sich in dem arabischen Land einen neuen Rückzugsort geschaffen hat. Mit 79 Millionen Euro für dieses und nächstes Jahr leistet Deutschland die höchste Entwicklungshilfe Europas.

In Sanaa sagte Westerwelle:
“Gute Politik machen, auf wirtschaftliche Entwicklung setzen, soziale Chancen vergrößern, dafür sorgen, dass der Jemen eben kein Hafen für Terroristen wird, sondern dass wir gemeinsam durch gute Politik Terrorismus hier im Interesse der ganzen Welt bekämpfen.”

Das Land am südlichen Ende der arabischen Halbinsel ist eins der ärmsten der Erde. Seit einigen Jahren verschärfen sich bewaffnete Konflikte im Norden wie im Süden. Al-Qaida bekommt immer mehr Zulauf. Scheich Abdelmadschid Sindani, ein einflussreicher islamischer Geistlicher, der an einer Islamschule in der Hauptstadt Sanaa lehrt, drohte nun, eine eventuelle ausländische militärische Intervention im Jemen werde von den Jemeniten als Besatzung betrachtet und auf Gegenwehr stoßen.