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"Rumiana Jeleva ist nicht stärker oder schwächer als andere Kandidaten"

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"Rumiana Jeleva ist nicht stärker oder schwächer als andere Kandidaten"

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“Rumiana Jeleva ist nicht stärker oder schwächer als andere Kandidaten”

Am kritischsten gegenüber der Kandidatur der Bulgarischen Außenministerin Rumiana Jeleva für den Posten des Kommissars für Internationale Zusammenarbeit und Humanitäre Hilfe sind im Europaparlament die Fraktionen der Liberalen und der Grünen. Mit der Co-Fraktionsvorsitzenden der Grünen, Rebecca Harms, sprach unser Korrespondent Sergio Cantone in Brüssel.

euronews: “Rebecca Harms, denken Sie, dass die designierte Kommissarin Rumania Jeleva den Test der parlamentarischen Anhörung bestehen wird?”

Rebecca Harms: “Es gibt Gerüchte über Frau Jeleva, bezüglich der finanziellen Interessen ihrer Familie in Bulgarien. Ich hoffe, dass diese Gerüchte hier zum Schweigen gebracht werden können. Ich hoffe auch, dass sie Herrn Barroso alles notwendige Material zur Verfügung gestellt hat – so dass geklärt werden kann, ob diese Gerüchte der Realität entsprechen, – oder ob sie lediglich auf Vorstellungen von Leuten beruhen, die Frau Jeleva nicht ertragen.”

euronews: “Glauben Sie, dass Frau Jeleva auf den Job vorbereitet ist?”

Harms: “So weit ich ihren Lebenslauf habe einsehen können, ist Frau Jeleva bereits Politikerin – das heißt, dass sie das Geschäft kennt – auch wenn Europa anders funktioniert. Aber auch Europa kennt sie bereits, denn sie war schon hier in Brüssel und ist keine komplette ‘Newcomerin’. Aber es ist natürlich interessant zu sehen, ob die Bewerber wirklich in der Lage sind, als Kommissar tätig zu sein. Sie ist dabei nicht stärker oder schwächer als andere Kandidaten auch.”

euronews: “Das Hauptproblem ist also der Interessenkonflikt mit den Geschäften ihrer Familie?”

Harms: “Wenn über so einen möglichen Interessenkonflikt in den Medien berichtet wird, dann sollten die Betroffenen ihre Rechte nicht nur vor Gericht vertreten, sondern auch alle Dokumente offen legen, die beweisen können, dass es einen solchen Interessenkonflikt nicht gibt.”