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Vielleicht neue Hoffnung für Afghanistan?

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Vielleicht neue Hoffnung für Afghanistan?

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Zwar ist der Einsatz am Hindukusch noch lang nicht vorbei, aber der Kommandeur der internationalen Schutztruppe ISAF, Stanley McChrystal, hat sich ungewohnt optimistisch gezeigt. Bei einem Gespräch mit Soldaten sagte McChrystal, die Präsenz der ISAF-Truppen zeige Wirkung, die Aufständischen seien offenbar eingeschüchtert. Bereits vor kurzem hatte McChrystal erklärt, der Einsatz nähere sich der entscheidenden Phase: “Wir haben unsere Vorgangsweise geändert, auch unsere Strukturen, und ich glaube, wir sind dabei, die afghanische Bevölkerung davon zu überzeugen, dass wir hier sind um sie zu beschützen.”

Eine Umfrage zeigt, dass die Afghanen zwar tatsächlich an eine bessere Zukunft glauben, aber nicht unbedingt wegen der ISAF: Rund 60 Prozent sind der Meinung, dass USA und NATO schlechte Arbeit leisten. Die Präsenz der Truppen wird zwar grundsätzlich begrüsst, nicht aber das Verhalten der Soldaten gegenüber der Zivilbevölkerung.

Und trotz seines Optimismus erwartet McChrystal in den kommenden Monaten weitere, heftige Kämpfe mit Aufständischen. Erst am Montag starben fünf Soldaten in Afghanistan. Vier Amerikaner wurden bei Gefechten im Süden des Landes getötet, ein weiterer schwebt in Lebensgefahr. Ein fünfter Soldat starb bei der Explosion einer am Straßenrand deponierten Bombe.