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Weitere Gruppe übernimmt Verantwortung für Anschlag auf Togos Nationalmannschaft

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Weitere Gruppe übernimmt Verantwortung für Anschlag auf Togos Nationalmannschaft

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Eine zweite Gruppe hat nach der “Bewaffneten Front für die Befreiung der Enklave Cabinda” (FLEC FAC) die Verantwortung für den tödlichen Anschlag auf die Fußballmannschaft von Togo beim Afrika-Cup übernommen. Der Anführer der Splittergruppe FLEC PM, Rodrigo Mindas, sagte, das, was in Angola geschehen sei, habe nichts mit der FLEC FAC des Präsidenten der Exilregierung von Cabinda, N’Zita, zu tun. Er, Mindas, sei Staatssekretär für Information der provisorischen Regierung, das sei alles. Das, was seine Organisation in Angola mache, habe nichts mit N’Zita zu tun. Dieser habe ein Dekret herausgegeben und behauptet, der Anschlag gehe auf seine Gruppe zurück. Die FLEC PM habe schon vor zwei Monaten an Angolas Präsidenten Dos Santos und den Fußballverband geschrieben und mitgeteilt, dass Cabinda sich im Krieg befinde und dass Angola dennoch diese Fußballkirmes ausrichten wolle, weil Angola ein Land mit einer guten sportlichen Infrastruktur sei. Der Gesandte des Präsidenten des Fußballverbandes sei wie üblich von der angolanischen Regierung bestochen worden. Am Freitag hatten Separatisten einen tödlichen
Anschlag auf die Fußball-Nationalmannschaft Togos verübt. Dabei wurden drei Mitglieder der
togolesischen Delegation getötet und neun weitere Menschen verletzt. Zu dem Anschlag bekannte sich zunächst die FLEC. Sie kündigte weitere Angriffe während des Fußballturniers an. In der ölreichen angolanischen Exklave Cabinda kommt es seit der Unabhängigkeit der ehemaligen portugiesischen Kolonie 1975 immer wieder zu bewaffneten Konflikten.