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China: Google will unzensiertes Suchen

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China: Google will unzensiertes Suchen

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Blumen und Glückwünsche von manchen Chinesen für Googles Entscheidung: Der Internetkonzern will die Suchergebnisse seines chinesischen Ablegers nicht mehr nach den Wünschen der Regierung zensieren – auch wenn das Googles Ende in China bedeuten kann.

Als Auslöser dafür nennt die Firma Hackerangriffe auf Emailkonten von chinesischen Menschenrechtlern. Die direkten Angriffe auf Google seien weitgehend erfolglos geblieben: Über Sicherheitslücken bei den Nutzern hätten sich Fremde allerdings Zugriff auf Dutzende Konten verschafft.

Besorgniserregend nennt das die Vertreterin von Amnesty International. Roseann Rife sagt, schon seit Jahren bemerke man Angriffe auf unabhängige Organisationen, in China selbst ebenso wie außerhalb.

Suchergebnisse im Internet werden in China gefiltert. Informationen, die der Regierung nicht passen, sind so nur schwer zu erlangen.

Vor vier Jahren, beim Start seiner chinesischen Suchmaschine, musste Google schwere Kritik einstecken, weil es – wie auch andere Firmen – seine
Ergebnisse gleich selbst filterte. Allerdings setzte sich Google in China sowieso nie gegen die etablierte einheimische Suchmaschine Baidu durch.