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Gegenwind für künftige EU-Kommissarin

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Gegenwind für künftige EU-Kommissarin

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Mit der Amtsübernahme der neuen EU-Kommission könnte es noch etwas dauern. Das liegt an Rumjana Shelewa, der Kandidatin für das neugeschaffene Ressort Internationale Zusammenarbeit und Krisenhilfe.

Bei der Anhörung im Europaparlament tauchten Fragen nach Besitz und Verkauf einer Beratungsfirma auf. Auch der Vorwurf, Shelewas Mann habe Verbindungen zum organisierten Verbrechen, kam wieder zutage. Shelewa bestreitet alle Vorwürfe. Mit ihren Antworten waren aber viele Abgeordnete nicht zufrieden.

Sie verlangen jetzt innerhalb von 24 Stunden weitere Auskünfte von Kommissionspräsident José Manuel Barroso, der die bulgarische Außenministerin ja für diesen Posten vorgeschlagen hat.

Außerdem soll der juristische Dienst des Parlaments die bei der Anhörung vorgelegten Dokumente prüfen und ebenfalls eine Stellungnahme abgeben.

Das Europaparlament kann Shelewa als einzelne Kommissarin nicht ablehnen, wohl aber die ganze Kommission im Block. Zeichnet sich das Scheitern eines Kandidaten ab, würde der Kommissionspräsident daher dessen Heimatland – in diesem Fall also Bulgarien – um einen neuen Vorschlag bitten.