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Erdbeben stürzt Port-au-Prince ins Chaos

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Erdbeben stürzt Port-au-Prince ins Chaos

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Auch mehr als 24 Stunden nach dem schweren Erdbeben in Haiti gibt es keinen Überblick über die Schäden und die Zahl der Opfer. Ministerpräsident Jean-Max Bellerive sprach von bis zu hunderttausend Toten, Präsident René Préval von einigen zehntausend. Mit realistischen Schätzungen ist erst in einigen Tagen zu rechnen.

Im eingestürzten UN-Hauptquartier in Port-au-Prince starben mindestens 16 Mitarbeiter. Den Tod von Missionschef Hedi Annabi konnte UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon nicht bestätigen – allerdings habe sich der Tunesier zum Zeitpunkt des Bebens im Gebäude befunden, sagte er. Der Leiter der UN-Friedensmissionen, Alain le Roy, meinte , Haiti benötige jetzt vor allem gut ausgerüstete und erfahrene Rettungs- und Bergungsteams sowie medizinische Mitarbeiter. Das sei jetzt das Wichtigste.

Port-au-Prince liegt weitgehend in Trümmern. Rund 40 Prozent der Häuser dürften zerstört oder schwer beschädigt sein, darunter die Kathedrale, der Präsidentenpalast und mehrere Ministerien. Die Energie- und Wasserversorgung ist völlig zusammengebrochen. Das Rote Kreuz schätzt die Zahl der Betroffenen auf rund drei Millionen.