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Ausländer aus Haiti ausgeflogen

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Ausländer aus Haiti ausgeflogen

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Ausländische Überlebende des schweren Erdbebens in Haiti vom Dienstag konnten in ihre Heimatländer ausfliegen. Am John F. Kennedy-Flughafen in New York warteten Familien, Freunde und Bekannte auf die Mitglieder einer Methodistengemeinde, die in humanitärer Mission auf der Karabikinsel arbeiteten, als sie vom Erdbeben überrascht wurden. Linda Callahan von der Trinity United Methodist Church sagte bei ihrer Ankunft: “Wir liefen raus so schnell wir konnten. Wir alle schafften es. Wir sahen, wie die Wände des Waisenhauses in sich zusammenfielen. Wir waren glücklicherweise alle im Schulbus. Dies rettete uns das Leben.”
Am Pariser Flughafen Orly trafen Franzosen ein, die auf Haiti leben und das Beben überlebten. Mitarbeiter des Roten Kreuzes versorgten umgehend die 148 teilweise verletzten Menschen.
Das französische Außenministerium bestätigte sechs Tote und sechzig vermisste Franzosen.
1.400 Franzosen leben auf Haiti. Ein Mann sagte: “Es ist schockierend zu sehen, wie die Lebenden mit den Toten leben müssen. Das braucht Zeit, bis man das vergisst.” Eine Frau meinte: “ Es ist schwer, in der Hauptstadt voranzukommen. Überall liegen Trümmer und viele Leichen. Es wird lange dauern, bis sich die Lage dort beruhigt.”
Weitere Flüge mit Geretteten werden in Orly in den kommenden Tagen erwartet. Ausländische Überlebende versuchen, so schnell wie möglich die Karibikinsel zu verlassen.