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Haitianer kämpfen ums Überleben

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Haitianer kämpfen ums Überleben

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Drei Tage nach der Erdbebenkatastrophe hat in Haiti der Kampf ums nackte Überleben begonnen. In der Hauptstadt Port-au-Prince gab es noch
immer kaum sauberes Trinkwasser oder Nahrung. Aufgebrachte Überlebende türmten aus Protest gegen die Zustände hunderte Leichen zu Barrikaden auf. Insbesondere Kinder sind nach Angaben von UNICEF von Krankheiten wie Typhus und Cholera, Malaria und Dengue-Fieber bedroht. Die Vereinten Nationen berichteten von ersten Plünderungen
in einem Lagerhaus für Hilfslieferungen. Nach UN-Angaben werden vor allem rzte, Krankenschwestern und Leichensäcke dringend benötigt. Um die Masse der Verletzten medizinisch versorgen zu können, wollen die Vereinten Nationen das nationale Fußballstadion des Landes als Lazarett nutzen. Für viele Verschüttete dürfte die dreitägige Verzögerung den Tod bedeuten. Ein Mensch kann etwa drei Tage ohne Trinken überleben. In Haiti herrschen Tagestemperaturen um 30 Grad. Die Hilfstrupps, die teils schon wenige Stunden nach dem Unglück gestartet waren, erreichten die Menschen zumeist nicht. Nach Schätzungen des Internationalen Roten Kreuzes muss man von 50.000 Todesopfern ausgehen.