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UN: "Wir müssen schnell handeln"

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UN: "Wir müssen schnell handeln"

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Zu den Hilfslieferungen nach Haiti hat euronews die Vereinten Nationen befragt.

euronews: Elizabeth Byrs, guten Tag. Sie sind Sprecherin der Vereinten Nationen für die Koordination Humanitärer Hilfe. Wieviele Rettungsmannschaften sind im Einsatz, und was ist deren vorrangige Aufgabe?

Eilzabeth Byrs: Es sind 25 Mannschaften für Katastrophenhilfe vor Ort. Ihre Aufgabe ist es vorrangig, nach Überlebenden zu suchen. Es geht um ein Erdbeben, nach dem es noch viele Überlebende geben kann, deshalb müssen wir schnell handeln. Jede Stunde, die vergeht, verringert die Hoffung.

euronews: Werden Sie nach den heutigen Berichten über Plünderungen des Lagers der Welthungerhilfe Ihre Strategie vor Ort ändern? Sind Ihre Mitarbeiter in Sicherheit?

Byrs: Unsere Mitarbeiter sind in Sicherheit. Die Bevölkerung versteht das. Wir wussten immer, dass es Gewalt auf Haiti gibt. Wir waren immer damit konfrontiert. Die Lage ist angespannt. Die Bevölkerung ist schockiert, traumatisiert. Die Menschen haben Hunger. Das ist normal nach solchen Ereignissen. Sollte sich die Lage verschlimmern, werden Blauhelm-Soldaten eingesetzt.

euronews: Wir haben gesehen, dass verletzte Ausländer in ihre Heimatländer gebracht worden sind, vornehmlich Franzosen, die auf Haiti lebten. Ist derartiges auch für Haitianer vorgesehen, vornehmlich wohlhabende, und muss die arme Bevölkerung vor Ort ausharren?

Byrs: Im Moment habe ich darüber keine Informationen. Es wird aber nicht zwischen Ausländern und Einheimischen unterschieden. Ich denke, dass im Hinblick auf Ausländer jedes Außenministerium eigene Maßnahmen ergriffen hat. Das ist keine Angelegenheit, um die wir uns kümmern. Klar ist, dass die Vereinten Nationen keinerlei Unterschied im Hinblick auf die Hilfe für die Bevölkerung auf Haiti machen.

euronews: Elizabeth Byrs, Danke für Ihre Antworten auf unsere Fragen aus Genf.