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Haiti: Weitere Überlebende geborgen

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Haiti: Weitere Überlebende geborgen

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Auch am dritten Tag nach der Katastrophe galt es, weitere Überlebende zu bergen, etwa in den Trümmern des legendären Hotel Montana, der einstigen Nobelabsteige für internationale Gäste. Etwa 200 Menschen könnten hier verschüttet worden sein. Zwei Dutzend Überlebende wurden aus den Trümmern gezogen, darunter ein Amerikaner. “Wir mussten sein Bein amputieren, um ihn befreien zu können!”, sagt ein französischer Helfer.

Auch andernorts gab es erleichternde Berichte, etwa über gerettete Kinder. Darüber aber, wie viele Menschen unter den Trümmern von Port-au-Prince begraben wurden, gibt es nur Schätzungen. Noch unklarer ist die Lage außerhalb der Hauptstadt. Und verstrichen ist inzwischen die Drei-Tages-Frist binnen derer ein Mensch ohne Trinkwasser überleben kann.

“Seit 48 Stunden sind wir hier, seither haben wir drei Menschen gerettet”, sagt ein amerikanischer Helfer. Die Menschen arbeiten bis an den Rand der Erschöpfung, oft mit bloßen Händen. Es fehlt an schwerem Gerät, es fehlt an Ärzten und Medizin, es fehlt aber auch u und immer mehr – an Leichensäcken. Massengräber wurden ausgehoben, denn es drohen Seuchen.

Zwar ist die Hilfsbereitschaft groß, größer aber ist die Zerstörung der bereits zuvor schwachen Strukturen. Hilfsorganisationen befürchten Ausschreitungen, falls nicht schnell Wasser, Nahrung, Medikamente die vielen Tausend Hilfesuchenden erreichen.