Eilmeldung

Eilmeldung

Probleme der medizinischen Versorgung in Haiti

Sie lesen gerade:

Probleme der medizinischen Versorgung in Haiti

Schriftgrösse Aa Aa

Ein riesiges Problem ist die Versorgung der vielen Verletzten. Das zentrale Krankenhaus von Port-au-Prince wurde zerstört. Andere, einigermaßen unversehrte Krankenhäuser können noch genutzt werden, aber auch hier muss improvisiert werden – angesichts des enormen Andrangs. Überall mangelt es an Material und an Arbeitskräften. Und überall sieht man Menschen in Angst um ihre verletzten Angehörigen.

Beim Internationalen Komitee vom Roten Kreuz ist vom “reinsten Chaos” in Haiti die Rede. Das medizinische Personal sei völlig überfordert, hieß es. Ärzte und Helfer arbeiten rund um die Uhr – und unter schwierigsten Verhältnissen: Normalerweise arbeite man nicht in einem Zelt ohne Licht, sagte ein Chirurg, er habe nach Sonnenuntergang nur seine Stirnlampe. Und für die Hygiene tue man eben, was man könne, fügte er hinzu. Mit offenen Wunden habe man es hier viel zu tun, sage ein anderer Arzt: Die Gefahr der Infektion sei groß, es drohten Blutvergiftungen.

Auch psychologische Betreuung ist vonnöten. Psychologen kümmern sich um traumatisierte Kinder.