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50.000 Tote auf Haiti geborgen

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50.000 Tote auf Haiti geborgen

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Es ist die schlimmste Katastrophe in der Geschichte der Vereinten Nationen. Nicht nur große Teile der Hauptstadt Haitis, Port-au-Prince, wurden zerstört, auch andere Orte. In der 130.000-Einwohner Stadt Leogane liegen 90 Prozent der Häuser in Trümmern. Die Leichen säumen die Straßen. In Jacmel soll die Lage ähnlich sein. Auch die öffentliche Verwaltung ist zusammengebrochen. Der Tod ist allgegenwärtig: Etwa 25.000 Tote sind bisher bestattet worden, darunter Tausende namenlos in Massengräbern. Genaue Zahlen über die Opfer liegen nicht vor: Das Beben könnte bis zu 200.000 Menschen das Leben gekostet haben. Das Innenministerium Haitis bezifferte die bisher geborgenen Toten auf 50.000. Nach dem Besuch der US-Außenministerin Clinton wurde UN-Generalsekretär Ban Ki Moon in der Krisenregion erwartet. Rund eineinhalb Millionen Menschen sind obdachlos, es könnten jedoch viel mehr sein. Etwa 250.000 wurden verletzt. Die Regierung in Berlin stockte inzwischen ihre Hilfe für Haiti um sechs Millionen 7,5 Millionen Euro auf.