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Hilfe erreicht nur schleppend Notleidende

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Hilfe erreicht nur schleppend Notleidende

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Mindestens 1.000 US-Soldaten versuchen vor Ort die Lage unter Kontrolle zu bringen, bis zu 10.000 weitere sollen folgen. Problematisch ist vor allem die Verteilung von Nahrungsmitteln und Wasser. An einigen Stellen begannen die Soldaten ihre eigenen Rationen den Notleidenden zu geben. Tausende campieren notdürftig in Zelten. Nach Angaben der Vereinten Nationen wurden in den ersten Tagen lediglich 8.000 Menschen mit Lebensmitteln versorgt, zwei bis drei Millionen Menschen seien jedoch bedürftig.

Dramatische Szenen spielten sich auf einem Stützpunkt des Welternährungsprogrammes ab, als die Vorräte ausgingen. Es wird befürchtet, dass rund zwei Millionen Menschen mindestens ein halbes Jahr versorgt werden müssen. Die Hilfslieferungen stapeln sich in Lagerhäusern, die Verteilung gestaltet sich aufgrund der Zerstörung als schwierig.

Ein Mitarbeiter des Welternährungsprogrammes erklärte, 10.000 Menschen seien gestern versorgt worden, heute würden 39.000 Menschen erreicht. Die Zahl soll auf 60.000 pro Tag steigen. Die Situation sei sehr schwierig, da das Land zusammengebrochen sei, die Hauptstadt nahezu zerstört und viele Straßen unpassierbar. In der Hauptstadt und den Vororten ist es bereits mehrfach zu Plünderungen gekommen. Auch Schüsse waren immer wieder zu hören. Die Angst vor Bandenterror und “Hungerrevolten” steigt.