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Leid und Chaos in Haiti

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Leid und Chaos in Haiti

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Das Ausmaß der Katastrophe in Haiti ist trotz der Zahlen unvorstellbar: Das Beben könnte bis zu 100.000 Menschen das Leben gekostet haben. Die Hauptstadt Port-au-Prince ist verwüstet, es gibt Gewalt und Plünderungen. Die Verletzten brauchen medizinische Hilfe. Die Überlebenden, Millionen Menschen, kämpfen um Lebensmittel und Wasser. Doch auch Städte im Süden und Westen des armen Karibik-Staates, darunter Leogane, sind verwüstet. Nach Angaben der Vereinten Nationen sind dort 90 Prozent der Häuser zerstört worden. Tote liegen fünf Tage nach dem Beben auf der Straße, Tausende wurden namenlos in Massengräbern bestattet, auf den Friedhöfen soll inzwischen kein Platz mehr sein. Etwa 25.000 Opfer sind bisher bestattet worden, doch genau weiß das niemand, denn eine öffentliche Verwaltung gibt es nicht mehr. Schätzungsweise eine Viertelmillion Menschen wurde verletzt. Ein starkes Nachbeben löste am Samstag Panik in der Hauptstadt aus, wo die Überlebenden im Freien übernachten. Das Innenministerium bezifferte die bisher geborgenen Toten auf 50.000. Die EU-Entwicklungshilfe-Minister beraten an diesem Montag in Brüssel in einer Sondersitzung über Hilfe für Haiti. Schätzungsweise eineinhalb Millionen Menschen sind obdachlos geworden, vermutlich sind es viel mehr. Die Regierung in Berlin stockte inzwischen ihre Hilfe um sechs Millionen auf 7,5 Millionen Euro auf.