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Präsidenten-Stichwahl in der Ukraine

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Präsidenten-Stichwahl in der Ukraine

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Bei der Präsidentenwahl in der Ukraine kommt es offenbar wie erwartet zu einer Stichwahl zwischen den beiden Kandidaten, die als Favoriten ins Rennen gegangen waren: Oppositionsführer Viktor Janukowitsch und Regierungschefin Julia Timoschenko. Nach Prognosen auf der Basis von Wählerbefragungen kommt Janukowitsch auf 37,5 Prozent der Stimmen, Timoschenko auf 26 Prozent. Die Prognosen auf der Basis von Wählerbefragungen haben eine große Schwankungsbreite, aber die Grundtendendenz ist klar.

Der frühere Wirtschaftsminister Sergej Tigipko liegt mit knapp 12 Prozent auf dem dritten Platz. Ihm waren zuletzt Außenseiterchancen auf den Einzug in die zweite Runde eingeräumt worden, aber daraus wird nun offenbar nichts. Gegen Janukowitsch, dessen Einzug in die Stichwahl als sicher galt, wird nun – wenn sich keine dramatischen Änderungen ergeben – die gegenwärtige Ministerpräsidentin antreten, Julia Timoschenko, und Beobachter geben ihr die besseren Chancen, die Stichwahl am 7 Februar zu gewinnen. Sie dürfte mehr Wähler der nun unterlegenen Kandidaten auf ihre Seite ziehen, heißt es.

Unter den Außenseitern bei dieser Wahl war auch der gegenwärtige Amtsinhaber Viktor Juschtschenko. Er liegt in den Prognosen nur bei rund 6 Prozent. Die einstige Führungsfigur der sogenannten Orangenen Revolution von 2004 hat seine Popularität verloren.
Seinem damaligen Gegner Viktor Janukowitsch gelang hingegen ein Comeback.
Rund 36 Millionen Ukrainer sind wahlberechtigt. Die Wahlbeteiligung war niedrig.