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Überfüllte Krankenhäuser in der Grenzregion Haitis

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Überfüllte Krankenhäuser in der Grenzregion Haitis

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Obdachlose suchen in der benachbarten Dominikanischen Republik Schutz und Hilfe, Verletzte bitten um medizinische Betreuung. In der Grenzstadt Jimani gibt es ein kleines Krankenhaus mit dreißig Betten, zur Zeit beherbergt es rund 300 Erdbebenopfer. Wer auf einer der Matten auf den Fluren Platz gefunden hat, gilt als Privilegierter, denn das Schutzpersonal des Krankenhauses weist die Bedürftigen, die hinzukommen, wegen Überfüllung ab. “Wir haben nicht geschlafen”, sagt einer der Ärzte. “Seit wann?”, will unser Reporter Luis Carballo wissen. “Seit gestern”, erhält er zur Antwort. Und auf die Frage, welche Art von Hilfe er leisten müsse, sagt der Arzt: “Amputationen, Reinigen von Wunden, manche sind seit Tagen nicht gesäubert worden.” An der offenen Grenze zwischen Haiti und der Dominikanischen Republik versuchen Grenzsoldaten den Zustrom der Hilfesuchenden in Bahnen zu lenken.