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Ausnahmezustand über Haiti verhängt

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Ausnahmezustand über Haiti verhängt

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Angesichts der chaotischen Zustände nach dem Erdbeben hat die haitianische Regierung den Ausnahmezustand verhängt. Auch fünf Tage nach dem Beben herrscht Chaos. Nichts funktioniert. Die Wasser- und Stromversorgung ist unterbrochen, die Straßen sind unpassierbar. Verbunden mit der beschränkten Kapazitäten des Flughafens behindert dies die intrernationale Hilfe erheblich.

“Es ist sehr schwer das zu organisieren. Jeder braucht Wasser. Es fehlt an Unterstützung und Organisation. Das führt zu Spannungen”, berichtet ein Mann, der vor dem Beben im Präsidentenpalast gearbeitet hat.

Im Country Club auf den Hügeln über Port-au-Prince haben Einheiten der 82. Luftlandedivison der US Armee einen Stützpunkt eingerichtet, von dem aus humanitäre Hilfe verteilt wird. Viele Überlebende klagen, dass sich die körperlich stärksten die Hilfe sichern.

Immer öfter kommt es zu Plünderungen – und selbst die Plünderer prügeln sich um die Beute. Es gibt erste Anzeichen für Lynchjustiz. Zwei Verdächtige wurden von Anwohnern erschlagen.

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon bat die Opfer um Geduld. Die Versorgungslage werde sich langsam weiter verbessern. Ban hatte gestern die in Trümmern liegende haitianische Hauptstadt Port-au-Prince besucht.