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Haiti: Probleme für Hilfsmannschaften

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Haiti: Probleme für Hilfsmannschaften

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Die Helfer sehen sich auf Haiti schwierigen Bedingungen gegenüber: Bedingungen, die die meisten von ihnen bei vorangegangenen Einsätzen noch nie so erlebt haben.

“Es ist der fünfte Tag des Hilfseinsatzes – eines Einsatzes, der wohl der größte aller Zeiten ist”, sagt Borja Miguélez von ECHO, dem EU-Hilfsprogramm. “Soweit wir wissen, sind mehr als zwanzig Länder beteiligt, über fünfzig Hilfsmannschaften, um die zweitausend Mann und ungefähr zweihundert Suchhunde.”

“Der Einsatz ist aber sehr schwierig, wegen der Lage in der Stadt und der Probleme, durch das restliche Land zu kommen. Außerdem gibt es Probleme mit der Sicherheit: Wir mussten einige Suchmannschaften wieder abziehen, weil es für sie gefährlich war. Unsere Arbeitstage sind deshalb auch kürzer als gewohnt: Aber wir können trotzdem etwas ausrichten.”

Über die mögliche Zahl der Toten haben auch die Helfer keinen Überblick. “Man sollte sich aber auch nicht so auf die Zahlen konzentrieren”, sagt Miguélez weiter. “Tausende Menschen leiden unter schweren Traumata; und nach dem, was die Suchmannschaften hier erleben, gab es so etwas wie hier noch nie an irgendeinem Katastrophenort.”

“Man wird wohl nie genau wissen, wie viele Menschen bei diesem Erdbeben ums Leben gekommen sind – leider.”

Viele Helfer müssen sich in Haiti wohl auf längere Zeit einrichten: Unter diesen Bedingungen wird es lange dauern, bis alle Betroffenen mit allem Nötigen versorgt sind.