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IWF warnt vor erneutem Abschwung

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IWF warnt vor erneutem Abschwung

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Der Internationale Währungsfonds, IWF, warnt vor einer zweiten Rezession in den Industrieländern. Sollten Regierungen und Notenbanken ihre Konjunkturhilfen zu früh beenden, drohe ein Rückfall in die Krise, sagte IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn in Tokio. In den Industriestaaten verlaufe die Erholung zögerlich, so Strauss-Kahn.

Er verwies auf Japans Erfahrung, dessen Finanzkrise Ende der 90-er Jahre erst durchschritten war, als die Banken ihre Bilanzen in Ordnung brachten.

Nur wenn die Beschäftigung wieder steige und die private Nachfrage anziehe, sollten die Konjunkturstützen abgebaut werden.

Bei einem erneuten Abschwung könnten die Staaten, die sich jetzt stark verschuldet haben, nicht noch einmal so aggressiv vorgehen, sagte der IWF-Chef.

Der Währungsfond rechnet für 2010 bislang mit einem Wachstum der Weltwirtschaft von 3,1 Prozent. Strauss-Kahn deutete an, dass die Erholung auch kräftiger ausfallen könnte – vor allem wegen des Aufschwungs in den asiatischen Schwellenländern.