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GIs nehmen haitianischen Präsidentenpalast ein

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GIs nehmen haitianischen Präsidentenpalast ein

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US-Truppen sind am Dienstag auf dem Gelände des Präsidentenpalastes in der haitianischen Hauptstadt Port-au-Prince in Stellung gegangen. Nach Angaben von Beobachtern war dies die größte amerikanische Militäroperation seit dem Beginn der Hilfsaktion.

Nur wenige Straßenzüge weiter trieben UN-Blauhelme eine Gruppe Haitianer auseinander. Auf Antrag von UN-Generalsekretär Ban Ki Moon billigte der Weltsicherheitsrat die Entsendung von 3500 weiteren Blaulhelmen: 1500 Polizisten und 2000 Soldaten.

Immer wieder kommt es zu Plünderungen. Aus den Trümmern eines Kaufhauses bedienten sich Plünderer mit Zinntellern, Kochlöffeln und andern als nützlich erachteten Werkzeugen. Polizisten setzten Schußwaffen ein, um sie zu vertreiben.

In anderen Stadtvierteln kehrt aber langsam die Normalität zurück. Der Gemüsemarkt Croix de Bossales ist wieder offen, doch weil die Banken geschlossen sind, fehlt es vielen Menschen an Bargeld für den Einkauf.