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Haiti: Nach Erdbeben Sorge um Kinder

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Haiti: Nach Erdbeben Sorge um Kinder

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Nach dem verheerenden Erdbeben von Haiti steht nun auch das Schicksal der Kinder im Vordergrund: Kinder, die vorher schon Waisen waren, die es jetzt geworden sind – oder denen die Eltern auch einfach nur verlorengegangen sind.

Aber auch die Helfer wie in dieser Schule wissen angesichts der Zerstörung nicht weiter: “Ich habe nichts dabei”, sagt eine Betreuerin; “ich kann nicht mal Milchreis machen, damit die Kinder irgendwas haben.” – “Ich habe nichts”, meint auch eine andere;
“Tee kann ich ihnen machen, mit Salz drin.”

In vielen Fällen helfen auch Verwandte weiter: Fünf Kinder hat diese Familie schon, jetzt kommt noch das kleine Mädchen dazu. “Die Eltern sind tot”, erzählt sie; “also nehme ich sie jetzt.”

Hilfsorganisationen befürchten nun aber auch, dass Kinderhändler die Lage ausnutzen. Für bestimmte Menschen sei es jetzt sehr einfach, sagt Julie Bergeron von UNICEF, obdachlose Kinder aufzuspüren und sie außer Landes zu bringen – erst recht, wenn es keine Geburtsurkunde mehr gebe.

Eine Adoption im Ausland ist für Hilfsorganisationen aber nur der allerletzte Ausweg. Den Vorrang müssten Lösungen haben, bei denen das Kind in der erweiterten Familie oder zumindest in seinem Heimatland bleiben könne.