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UNICEF: Erdbebenwaisen jetzt nicht ausfliegen

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UNICEF: Erdbebenwaisen jetzt nicht ausfliegen

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Berichte aus Haiti lassen den Schluß zu, dass sich die Hilfe jetzt freier bewegt und zu denen gelangt, die sie am meisten benötigen. Dazu gehören sicher Kinder. UNICEF arbeitet seit 1949 in Haiti. euronews sprach mit UNICEF-Sprecher Patrick McCormick in New York.

euronews: Es gibt Meldungen, dass man Waisen aus Haiti ausfliegen will. Was halten Sie davon?

McCormick: Zunächst einmal gibt es keine Bestätigung für diese Berichte. Unsere Haltung ist eindeutig. Wir sind in der Mitte einer Katastrophenhilfsaktion. Es geht darum, Leben zu retten. Wir müssen diese Kinder finden, sie ernähren, uns um sie kümmern und sie erfassen. Das Aufspüren ist wichtig. Wir müssen feststellen, ob es sich wirklich um Waisen handelt, oder ob sie nur verlassen wurden, ob sie von ihren Familien getrennt wurden. Erst danach können wir die von ihnen angesprochenen Aktionen durchführen.

euronews: Es ist schwer, mit solchen Zahlen fertigzuwerden. Wie hoch schätzen Sie die Zahl der Toten, der Waisen?

McCormick: In Haiti gibt es bereits viele Waisen. Eine genaue Zahl zu nennen, ist extrem schwierig. Ich schätze, es werden vermutlich 100.000 oder mehr werden oder auch weniger, aber für so eine kleine Insel ist das eine ganze Menge.

euronews: Kann man mit solchen Zahlen fertig werden?

McCormick: Nun, das werden wir wohl müssen. Es ist für uns eine Gelegenheit, das Schicksal der Waisen zu verbessern, die es schon vor dem Erdbeben gab und auch jener, die durch das Beben zu Waisen wurden.