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Belgiern geht das Bier aus

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Belgiern geht das Bier aus

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In Belgien blockieren streikende Brauerei-Beschäftigte die Produktion und Auslieferung von Bier. Sie wehren sich gegen geplante Stellenstreichungen beim weltgrößten Brauereikonzern Anheuser-Busch InBev. Weil die Menschen weniger Bier trinken, will das Unternehmen allein in Belgien 263 der mehr als 2700 Arbeitsplätze streichen. Der Gewerkschafter Chris Chroonenborghs meint, ein Generalstreik sei derzeit nicht geplant. Man sei aber in der Lage, das gesamte Unternehmen trockenzulegen. Bars und Supermärkten gehe das Bier bereits aus. Man wisse, dass man InBev damit sehr treffe. In den Supermärkten leerten sich bereits die Bierregale, für diesen Freitag ist das nächste Treffen zwischen Unternehmensvertretern und Gewerkschaften geplant. InBev-Sprecherin Karen Coeck sagte, es seien eine Reihe Lösungen für die Angestellten möglich. Konkret gehe es um 150 mögliche Frühpensionierungen, andernorts würden 70 Leute gesucht. Damit wäre bereits ein großer Teil der Entlassungen abgedeckt. Auch in Deutschland plant der Konzern den Abbau von Arbeitsplätzen – hier sind fast 390 von rund 3000 Stellen bedroht. Zu InBev Deutschland gehören etwa die Brauereien Beck’s, Diebels und Spaten-Franziskaner-Löwenbräu.