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Haiti: Tatkräftige Hilfe der EU

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Haiti: Tatkräftige Hilfe der EU

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Die internationale Hilfe für Haiti kommt ins Rollen. Das UN-Welternährungsprogramm will in den kommenden Wochen fünf humanitäre Korridore anlegen, über die Hilfsgüter in die Krisengebiete gebracht werden sollen. Euronews-Reporter Luis Carballo hat mit dem Koordinator für die Hilfe der EU gesprochen.

Luis Carballo: Wir sind hier mit Vicente Raimundo, der die humanitäre Hilfe der EU koordiniert. Er ist 12 Stunden nach dem Beben hierhergekommen und er wird uns sagen, was seither die wichtigsten Aufgaben der EU-Mission waren.

Vicente Raimundo: Zuerst mussten wir das ganze Ausmaß der Katastrophe abschätzen. In so einem Fall, wenn die Kommunikationswege abgeschnitten sind, muss man als erstes herausfinden, ob es eine mittelgroße oder eine sehr große Katastrophe ist. Als wir festgestellt hatten, dass wir vor einem enormen Problem stehen, mussten wir alle unsere Mittel mobilisieren. Vom ersten Tag an hatten wir drei Millionen Euro zur Verfügung um den Menschen zu helfen, um für Sicherheit zu sorgen, um Informationen zu bekommen, Lazarette zu errichten und Nahrungsmittel und Wasser zu verteilen. Das war in den ersten Tagen das Wichtigste.

Luis Carballo: Es gibt große Probleme bei der Verteilung der Nahrungsmittel, aber es scheint, als ob es besser wird. Am Montag zum Beispiel wurde sehr viel verteilt, nicht wahr?

Vicente Raimundo: Laut den offiziellen Zahlen, die wir bestätigen konnten, haben wir am Montag an 96.500 Menschen Lebensmittel verteilt. Im Moment verteilen wir Dinge wie Energieriegel und Militärrationen. Das sind nicht die hochwertigen Lebensmittel, auf die die Leute warten, aber es ist Nahrung, die es ihnen ermöglicht, am Leben und gesund zu bleiben.

Luis Carballo: Porte-au-Prince ist derzeit in zwei Hälften geteilt. Die sicheren Viertel sind immer noch relativ sicher, die unsicheren sind noch unsicherer geworden, nicht wahr?

Raimundo: Richtig. Dort, wo die Lage kompliziert war, gibt es immer noch Schwierigkeiten, und dort, wo es besser war, ist es nach wie vor verhältnismäßig sicher. Ich möchte in diesem Zusammenhang allerdings betonen, dass wir die Verteilung von Hilfsgütern wegen der Probleme nicht eingestellt haben. Es gab Zwischenfälle, aber nur vereinzelt.