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Mehr Hilfsgüter, weniger Gewalt in Haiti

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Mehr Hilfsgüter, weniger Gewalt in Haiti

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Eine Woche nach dem schweren Erdbeben in Haiti ist die Versorgung der Überlebenden noch immer nicht sichergestellt. Die Menschen balgen sich um die wenigen verteilten Lebensmittel. Doch je mehr Hilfe zu den Opfer durchkommt, desto mehr nimmt die Furcht vor Plünderungen und Ausschreitungen ab. Verzweifelte, hungrige Haitianer enterten auf der Suche nach Essbarem im Hafen von Port-au-Prince festliegende Fähren.

Der US-Bürgerrechtler Jesse Jackson gibt der Armut eine Mitschuld an der Katastrophe. “Beim 7,0 Erdbeben in San Francisco 1989 starben 63 Menschen, in Haiti bei einem 7,0 Beben sind es über 200.000. Armut ist also ein ebensogroßer Faktor wie das Beben”, meinte Jackson bei einem Besuch im Katastrophengebiet.

Soldaten der 82. US-Luftlandedivision sorgen bei der Verteilung von Hilfsgütern für Ordnung. Noch immer ist militärischer Schutz für die Hilfgüter erforderlich. Doch die UN spricht davon, dass sich die Sicherheitsprobleme auif jene Gegenden konzentrieren, die schon vor dem Beben als “Hochrisikogebiete” galten.

Der venezuelanische Präsident Hugo Chavez kritisierte den massiven Einsatz des US-Militärs als “Imperialismus”.