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Obama ein Jahr im Amt

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Obama ein Jahr im Amt

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Euronews hat mit der Historikerin und Politologin über US-Präsident Barack Obamas Herausforderungen in diesem Jahr gesprochen.

Fabien FARGE, Euronews: “Barack Obama feiert nun seinen ersten Jahrestag im Weißen Haus. Wie sind die Beziehungen zwischen Obama und Europa, besonders auf dem wirtschaftlichen Gebiet?”

Nicole BACHARAN:
“An der Wirtschaftsfront haben wir zwei Kontinente, die die gleiche Krise teilen und die gleichen Schwierigkeiten haben. Die Strategien gehen in die gleiche Richtung, da die Ansprüche und Bedürfnisse die gleichen sind. Wir beschreiten nicht den Weg der überstaatlichen Regulierung, außerdem hat die USA keine Führungsposition und das ist eine Überraschung. Erinnern sie sich unter Bill Clinton, sogar unter George Bush, wurden wir darüber belehrt, was moderner Kapitalismus sein sollte.”

Fabien FARGE, Euronews :
“Für Europa und Barack Obama geht die gemeinsame Geschichte weiter. Besonders auf internationaler Ebene, da muss mit wuchtigen Themen umgegangen werden, der Kampf gegen Terror, den wir wieder am Weihnachtsfeiertag zurückkommen sahen, aber natürlich auch Afghanistan und Iran.”

Nicole BACHARAN :
“Die Beziehungen zwischen den Europäern und Amerikanern funktionieren gut, weil die gemeinsamen Interessen stark sind. Gegenseitig sind sie die Allierten, die sich am meisten aufeinander verlassen können. Dennoch sind die Europäer in den Beziehungen zu Obama enttäuscht. Er zeigt eine gewisse Nachlässigkeit oder Ignoranz an der europäischen Sensibiliät.

Fabien FARGE, Euronews :
“Wie wir gesehen haben, gab es viele internationalen Probleme, 2010 wird für Obama innenpolitisch ein wichtiges Jahr. Es steht die Abstimmung über die Gesundheitsreform bevor und in November die entscheidenden Kongresswahlen. Wird die Innenpolitik Vorrang vor den wichtigen internationalen Fragen haben?”

Nicole BACHARAN :
“Die Welt stürzt jeden Tag ins Weiße Haus. Es ist zu schwer und zuviel für einen Mann, zu viel für ein Land. Es stimmt, dass im November 2010 die Amerikaner über das Repräsentantenhaus und ein Drittel des Senates abstimmen. Sie stimmen auch über den Zustand der Wirtschaft, die Jobsituation und die Gesundheitsreform ab. Also bis November müssen die Amerikaner die Vorteile dieser Reform spüren. Die Arbeitslosenkurve muss in ein andere Richtung gehen, davon ist sie aber weit entfernt.”