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Schwere Verwüstungen in der Provinz Haitis

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Schwere Verwüstungen in der Provinz Haitis

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Gut eine Woche nach der verheerenden Katastrophe erreichen erste internationale Hilfsorganisationen das Epizentrum des Bebens, die Stadt Leogane, im Westen des Landes. Die Vereinten Nationen schätzen, dass hier bis zu 10.000 Menschen ums Leben kamen. Leogane ist nur 15 Kilometer von der haitianischen Hauptstadt Port-au-Prince entfernt, doch der Zustand der Straßen ist katastrophal.

“Hier ist fast alles zerstört, rund 90% der Häuser sind eingestürzt,” erzählt Euronews-Reporter Luis Carballo. “Die Lage ist sehr ernst, aber wie sie hinter mir sehen können, bekommt man Benzin und es ist billiger als in Port-au-Prince.”

Phlippe Beauliere, der in Leogane lebt, berichtet was er in jener Nacht erlebt hat: “Das Schlimmste sind nicht die Zerstörungen. Das Schlimmste ist unter den Trümmern verschüttet zu sein. Die ganze Nacht über habe ich versucht Menschen zu retten. Wir haben drei Kinder aus dem Schutt befreien können. Schrecklich war die Hilfslosigkeit, ein Kind schrie um Hilfe und mit bloßen Händen konnte ich ihm nicht helfen. Man kann nichts tun.”

In den Ruinen der Klosterschule “Santa Rosa de Lima” sind Zeichnungen der Kinder zu finden.
Inmitten der Verwüstung freuen sich die Überlebenden über das Wasser und vergessen für einen kurzen Moment ihre Sorgen.