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Chavez: USA erobern Haiti auf den Tränen der Opfer

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Chavez: USA erobern Haiti auf den Tränen der Opfer

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Die Menschen suchen Arbeit. Vor dem teils zerstörten Flughafen der haitianischen Hauptstadt Port-au-Prince warten sie, inzwischen haben US-Soldaten das Kommando dort übernommen und die haben das Gelände abgeriegelt. Auch Journalisten werden offenbar nicht mehr durchgelassen, zuvor war der Flughafen ein Treffpunkt für die Medienleute.

Die Menschen warten auf Hilfe. “Hier sind viele Nationen vertreten, Amerikaner, Franzosen und andere. Wozu sind sie gekommen? Um uns zu helfen? Wir bekommen keine Hilfe. Niemand bekommt Hilfe. Die Leute sterben auf der Straße, und es sind noch Menschen unter den Trümmern. Wozu sind alle gekommen – um uns zu helfen oder um sich über uns lustig zu machen?” klagt eine Frau.

Ein anderer ist froh über die Anwesenheit des US-Militärs. Die Haitianer handelten unverantwortlich, die Amerikaner müssten die Konrolle im Land übernehmen, damit die Haitianer sich aus ihrer Lage befreien könnten. Die Amerikaner müssten dableiben und das Land übernehmen. Dann könnten die Haitianer ein normales Leben führen.

Die ersten zusätzlichen US-Soldaten sind in Haiti eingetroffen, insgesamt 15.000 sollen bei den Aufräumarbeiten auf der Karibikinsel eingesetzt werden. Die USA haben Haiti zur Chefsache gemacht: Außenministerin Hillary Clinton kündigte an, ihr Land werde sich langfristig dort engagieren.

Doch das sorgat auch für Kritik: Das amerikanische Imperium bringe Haiti “auf den Leichen und Tränen der Menschen in seine Gewalt”, so Venezuelas Präsident Hugo Chavez.

Sein bolivianischer Kollege Evo Morales forderte eine Sondersitzung des Weltsicherheitsrates, um die Beatzung Haitis durch die US-Truppen zu verhindern.