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Haiti: Hilfswege werden ausgebaut

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Haiti: Hilfswege werden ausgebaut

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Mehr als eine Woche nach dem Erdbeben in Haiti sind die Hilfsbemühungen in vollem Gang. Angesichts des Ausmaßes der Katastrophe sind aber alle Maßnahmen bisher immer noch zu wenig; viele Haitianer warten nach wie vor auf dringend benötigte Hilfsgüter.

Euronews hat mit David Wimhurst gesprochen, dem Sprecher der UNO-Friedensmission in Haiti.

Euronews: Die Amerikaner schicken Soldaten, und die UNO schickt Soldaten. Wer hat jetzt hier das Sagen?

David Wimhurst: Wir alle. Wir stimmen uns sehr erfolgreich ab mit den Amerikanern und den Kanadiern. Wir teilen die Verantwortung auf, und die UNO koordiniert diese Einsätze.

Wir werden uns vor allem um die Sicherheitslage kümmern, wenn die amerikanischen Einheiten erst einmal hier vor Ort und in der Lage sind, Hilfstransporte zu begleiten und zu beschützen.

Euronews: Es hat ewig gedauert, bis die Hilfe bei den Menschen ankam. Warum?

David Wimhurst: Wir haben hier in Port-au-Prince eine einzige Landebahn. Jeden Tag landen dort 150 Flugzeuge.

Wir öffnen jetzt einen Hilfskorridor zur Dominikanischen Republik. Dort können dann weitere Flugzeuge landen, und wir bringen die Hilfsgüter auf Lastwagen her.

Es gibt einfach grundlegende Engpässe. Der Hafen ist so gut wie zu, gestern konnte das erste Schiff einlaufen. In den nächsten ein, zwei Tagen kommt eine schwimmende Landungsbrücke; dann können
wir schon sehr bald Lieferungen ausladen.

Unabhängig von den Ereignissen, die der UNO-Vertreter schildert, bringen jetzt auch amerikanische Landungsschiffe Hilfsgüter an die Küste. Auf diesem Weg gelangt auch schwere Räumtechnik wie Bagger oder Planierraupen an Land.