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Nachbeben in Haiti löst Panik aus

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Nachbeben in Haiti löst Panik aus

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Acht Tage nach dem verheerenden Erdbeben in Haiti haben erneut Erdstöße der Stärke 6,1 Teile des Landes erschüttert. Viele Menschen gerieten in Panik. Angaben über Opfer dieses Nachbebens gibt es derzeit noch nicht. Rettungsmannschaften und UN-Mitarbeiter berichten weiterhin von katastrophalen Zuständen in Port-au-Prince.

Euronews-Reporter Luis Carballo berichtete vom Flughafen: “Dies ist einer der wenigen Orte, wo man noch Arbeit finden kann. In den frühen Morgenstunden versammeln sich hier Hunderte Menschen, die auf einen Job hoffen. Aber diese Hoffnung hält nur bis zum ersten Kontrollpunkt an, denn dort dürfen sie nicht mehr weiter.” Aber nun soll der Flughafen offenbar geräumt werden. Laut Carballo haben US-Marines begonnen, auch Journalisten vom Flughafengelände zu schicken. Bislang war der Flughafen ein Treffpunkt für Medienvertreter.

Bei vielen Haitianern wächst unterdessen die Wut wegen der wie sie meinen unzureichenden Hilfe. “Hier sind viele Nationen vertreten, Amerikaner, Franzosen und andere”, beschwert sich eine Frau. “Aber wozu sind sie gekommen? Um uns zu helfen? Wir bekommen keine Hilfe. Niemand bekommt Hilfe. Die Leute sterben auf der Straße und es sind noch Menschen unter den Trümmern. Wozu sind alle gekommen – um uns zu helfen oder um sich über uns lustig zu machen?”

Aber langsam kommt die Hilfe doch zu jenen, die sie benötigen – und auch die Haitianer selbst tun ihr Bestes. So wie ein französischer Bäcker in Port-au-Prince, der sein Brot zum gleichen Preis wie vor dem Beben verkauft. Er sagte, er wolle aus der Katastrophe keinen Profit schlagen.