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Scharfe Töne im Wahlkampf in der Ukraine

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Scharfe Töne im Wahlkampf in der Ukraine

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Ein Mann wird nun offenbar zur Schlüsselfigur im Präsidentschaftswahlkampf in der Ukraine: der Banker Sergej Tigipko. In der ersten Wahlrunde, in der er als Kandidat ins Rennen gegangen war, hatte er den Einzug in die Stichwahl klar verpasst. Nun machte ihm Regierungschefin Julia Timoschenko ein Angebot: Sollte er sie unterstützen, versprach sie ihm bei einem Wahlsieg ein hohes Amt und erläuterte dies bei einer Pressekonferenz: “Ich habe Sergej Tigipko nicht nur vorgeschlagen, dass wir unsere Visionen für die Zukunft der Ukraine gemeinsam verfolgen und vertrauensvolle Partner bei dieser schwierigen, aber lohnenden Aufgabe werden, sondern ich habe ihm den Posten des Regierungschefs angeboten.”

Timoschenkos prorussischer Rivale Viktor Janukowitsch lehnte es unterdessen erneut ab, sich einem Fernsehduell zu stellen. Stattdessen erklärte er in einer Rede, Timoschenkos Platz als Frau sei in der Küche. Der Wahlkampf in der Ukraine wird mit erbitterter Härte und zahlreichen persönlichen Angriffen geführt. Wahlforscher rechnen für die Stichwahl am 7. Februar mit einem Kopf-an-Kopf-Rennen.