Eilmeldung

Eilmeldung

Aus für Opel in Antwerpen

Sie lesen gerade:

Aus für Opel in Antwerpen

Schriftgrösse Aa Aa

Opelarbeiter bestreiken das Werk im belgischen Antwerpen. Sie blockieren die Auslieferung aller neuen Autos und versperren den Haupteingang. Hintergrund ist die Ankündigung des Mutterkonzerns General Motors in Detroit den belgischen Standort mit 2.600 Beschäftigten zu schließen und zwar bis Mitte des Jahres. So sagte es der GM-Sanierer Nick Reilly.

Hoffnungslosigkeit bei Gewerkschaften.
Funktionärin Chantal Decraie sagt: “Belgien ist zu klein um Milliarden zu geben so wie es in Deutschland möglich ist. Bei uns fehlt es an Ehrlichkeit und Menschlichkeit.”

Bis nächsten Donnerstag soll weitergestreikt werden. Nun wollen belgische Politiker von der EU-Kommission erfahren, unter welchen Umständen sie staatliche Hilfen von 2,7 Milliarden Euro für das Werk erlauben werden. Denn sie verstehen die Entscheidung von General Motors nicht.

Die sozialistische Abgeordnete Güler Turan meint:
“Das Antwerpener Werk war sehr wettbewerbsfähig. Die EU-Kommission muss untersuchen, unter welchen Vorraussetzungen diese Entscheidung gefallen ist. Wir verstehen sie nicht.”

Mehr als 13 Millionen Autos haben General Motors und Opel in Antwerpen seit 1925 produziert. In Antwerpen wird noch der Astra in drei Varianten gebaut.

Euronews-Reporter Sergio Cantone erklärt vor dem Werk in Antwerpen: “Dieser Todesstoß für das Opelwerk Antwerpen ist ein Symbol für die Krise der Automobilindustrie in Europa. Die Europäische Union muss nun schwierige Entscheidungen treffen, damit die Mitgliedstaaten die Regeln des Binnenmarktes bei den staatlichen Hilfsprogrammen einhalten.

Die Opel-Beschäftigten in Antwerpen fragen sich, weshalb ihr Werk geopfert wird und weshalb dies mit anderen europäischen Werken nicht geschieht.”