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Gerüchte über Umsiedlungen

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Gerüchte über Umsiedlungen

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Zehn Tage nach dem verheerenden Erdbeben in Haiti mit möglicherweise bis zu 200.000 Toten kommt die Hilfe für Millionen Bedürftige auf
Touren. Hilfsorganisationen fingen an, in einer
großangelegten Aktion Nahrung zu verteilen. Bei der Ausgabe kam es in einigen Fällen zu Gewalt. Ein erneutes Nachbeben der Stärke 4,5 sorgte ebenso für Unruhe wie Gerüchte über eine Umsiedlungsaktion von Hunderttausenden Haitianern. Die Menschen in Port-au-Prince stehen stundenlang an für ein wenig Nahrung und etwas Wasser. Hilfsorganisationen berichten, die Verteilung der Hilfsgüter sei weiter schwierig. Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen verteilte seit dem schweren Erdbeben auf Haiti 1,5 Millionen Nahrungsmittelrationen an die Bevölkerung in den betroffenen Gebieten. Dies entspreche etwa vier Millionen Mahlzeiten für eine Million Menschen, hiess es. An einer Ausgabestelle für Nahrungsmittel der US-Hilfsorganisation Eagles’ Wings Foundation, am Rande der Hauptstadt Port-au-Prince, überfielen Bewaffnete Bedürftige. Auch die deutsche Welthungerhilfe berichtete von Gewaltausbrüchen. Die Ausgabe von Bohnen, Reis und Salz endete im Tumult. Dabei drängten junge Männer Frauen und Kinder ab und raubten Hilfsgüter. Die haitianische Polizei erschoss Medienberichten zufolge in Port-au-Prince einen Mann, der einen Sack Reis unter dem Arm hatte. Er sei wohl für einen Plünderer gehalten worden.