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Serbien hat einen neuen Patriarchen

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Serbien hat einen neuen Patriarchen

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Die serbisch-orthodoxe Kirche hat ein neues Oberhaupt: Der Bischof Irinej der südserbischen Stadt Nis wurde in Belgrad zum Patriarchen gewählt. Seine Amtseinführung ist für diesen Samstag vorgesehen. Die Wahl des 79-Jährigen bedeutet Experten zufolge den Beginn einer vorsichtigen Liberalsierung. Irinej ist kein Bischof aus der großen nationalistischen Fraktion und war nicht in die Politik verstrickt. In den Bürgerkriegen der neunziger Jahre, als das Regime in Belgrad ein Großserbien anstrebte, segneten orthodoxe Geistliche selbst die für ihre Grausamkeit gefürchteten paramilitärischen Einheiten vor ihren Einsätzen. Der Amtsvorgänger Irinejs, Patriarch Pavle, war im vergangenen November gestorben. 90 Prozent der 7,5 Millionen Einwohner Serbiens bekennen sich zur orthodoxen Kirche.