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London hebt Terrorwarnstufe an

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London hebt Terrorwarnstufe an

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Reisende in Großbritannien müssen sich auf Behinderungen einstellen. Innenminister Alan Johnson gab gestern die Anhebung der Terrorwarnung auf die zweithöchste Stufe bekannt. Sie hatte seit Sommer unverändert bei “substantial” – erheblich – gestanden. Bei Stufe “severe” – ernst – gilt ein Terrorangriff als “sehr wahrscheinlich”.

Der Minister betonte aber, dass es keine konkreten Drohungen gebe. Allerdings richtet London in der kommenden Woche zwei internationale Konferenzen aus, zum Jemen und zu Afghanistan. Johnson erklärte: “Wir wissen, dass unser Land vom internationalen Terrorismus bedroht wird. Dass wir die Warnstufe erhöhen, ist Teil des Systems, mit dem wir die Bevölkerung vor dieser Gefahr schützen.”

Die allerhöchste Stufe “critical” – kritisch – wendeten die Behörden erst zwei mal an: Kurz nach Einführung der Skala 2006, als drei Briten Transatlantikflüge mit flüssigem Sprengstoff in die Luft jagen wollten. Sie wurden zu lebenslanger Haft verurteilt, die Bestimmungen wurden verschärft. Das zweite Mal im Juni 2007 nach versuchten Anschlägen auf den Glasgower Flughafen und einen Nachtclub in London.

Großbritannien, das weltweit die meisten Überwachungskameras pro Kopf hat, verbot zuletzt private Photos von öffentlichen Gebäuden. Dagegen demonstrierten am Nachmittag in London hunderte Menschen. Auch wurden Pläne bekannt, unbemannte militärische Spionageflugzeuge, gennant Drohnen, zur Verbrechensbekäpmfung einzusetzen.