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Oskar Lafontaine verlässt Bundespolitik

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Oskar Lafontaine verlässt Bundespolitik

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Der an Krebs erkrankte Chef der Partei Die Linke, Oskar Lafontaine, zieht sich aus der deutschen Bundespolitik zurück. Er werde im Mai beim Parteitag in Rostock nicht mehr für den Vorsitz kandidieren und zudem sein Bundestagsmandat abgeben, sagte der 66-Jährige. Er begründete seinen Schritt ausschließlich mit seiner Krankheit – das sei ein Warnschuss.

Der ehemalige Ministerpräsident des Saarlands, SPD-Chef und Bundesfinanzminister führte die Partei zusammen mit Gregor Gysi zu großen Erfolgen – zuletzt knapp 12 Prozent bei der Bundestagswahl.

Die 2007 gegründete Linkspartei entstand aus der ostdeutschen PDS und der westdeutschen WASG. Zur Zeit wird sie von Machtkämpfen zwischen sogenannten Realos und Vertretern eines harten Oppositionskurses erschüttert.