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Haiti. Flucht vor dem Elend

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Haiti. Flucht vor dem Elend

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In Port-au-Prince hat sich die Lage der Erdbebenopfer etwas entspannt. Ganz anderes sieht es einige Kilometer westlich der Hauptstadt aus. Leogane ist eine nun Geisterstadt. Es lebten einmal mehr als 100.000 Menschen hier. Wieviele durch das Beben getötet wurden ist bisher nicht bekannt. Die Menschen haben sich in Sicherheit gebracht, sind in anderen Orten untergekommen und hoffen dort auf Hilfe.

Marguerite Dorival ist aus der Hauptstadt geflohen.
“Ich bin aus Port-au-Prince weg, weil da alle kaputt war. Wir hatten keine andere Chance.”

Mindestens zwei Millionen Menschen sind laut internationaler Entwicklungsorganisationen auf der Flucht vor Elend, Hunger, Krankheit. Aus Angst vor Nachbeben schlafen die Flüchtlinge mit ihren Habseligkeiten auf den Straßen. Wer kann, versucht sich zu Verwandten durchzuschlagen, bei ihnen unterzukommen. Außerhalb der Hauptstadt Haitis erreichen noch immer viel zu wenig Hilfsgüter die notleidende Bevölkerung.