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US-Präsenz bei Haitianern umstritten

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US-Präsenz bei Haitianern umstritten

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Die massive Präsenz der amerikanischen Armee hat die Notversorgung Haiti sicherstellen und größere Gewaltausbrüche verhindern können. Die frühere Besatzungs- und Interventionsmacht stößt aber auch auf Skepsis. Rund 13.000 US Soldaten sind in Haiti präsent oder davor auf herumdümpeln Schiffen. Diese sollen die Logistik unterstützen, aber auch Fluchtversuche nach Amerika vereiteln.
 
“Die Amerikaner sind hier willkommen!”, sagt ein Haitianer, aber ein anderer sieht das kritischer: “Wir haben keine Regierung. Wir wissen nicht einmal, von wo aus der Präsident im Moment spricht. Wir haben mehr als 12.000 US-Soldaten im Land. Wir wollen wissen, was deren Mission ist, warum sie hier sind. Wenn sie das Land wieder aufbauen, dann haben wir kein problem damit, aber was wir sehen ist ein Kampf zwischen Frankreich, Kanada und den USA. Wer wird gewinnen? Der Verlierer sind die Haitianer.”
 
Linksgerichtete südamerikanische Staatschefs kritisierten die Amerikaner, aber auch Hilfsorganisationen tun das. Ein Abkommen vom Freitag gibt den UNO-Truppen das Kommando und den USA Spielraum. Die Unterschrift Haitis darauf fehlt allerdings.