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Europa soll Afrikas Elefanten beistehen

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Europa soll Afrikas Elefanten beistehen

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Afrikas Elefanten brauchen die EU. 17 afrikanische Länder haben die Europäische Union aufgefordert, mehr gegen Elfenbein-Handel und die Wilderei unter Elefanten zu tun.

Der Hintergrund: Im März treffen sich in Doha (Katar) die 175 Vertragsstaaten des Washingtoner Artenschutzabkommens (CITES). Tansania und Sambia wollen sich dort die Erlaubnis holen, insgesamt mehr als 100 Tonnen Elfenbein zu verkaufen. Das entspricht einem Schwarzmarktwert von mehr als 50 Millionen Euro.

Noah Weseka, kenianischer Minister für Forstwirtschaft und Wildtiere:

“Viele Mitglieder der Europäischen Union sind auf unserer Seite, aber sie schweigen. Wir wünschen uns, dass sie klar und deutlich sagen – ja, es gibt eine Menge Wilderer in Afrika. Es gibt viele negative Auswirkungen des Klimawandels, die auch für Elefanten und andere Wildtiere verheerend sind. Lassen Sie uns die Elefanten erhalten für künftige Generationen.”

Naturschützer beklagen, dass Tag für Tag schätzungsweise 100 Elefanten weltweit Elfenbein-Wilderern zum Opfer fallen, das macht rund 40 000 pro Jahr – Tendenz steigend. In Ländern wie Tschad oder Sierra Leone gebe es deswegen inzwischen gar keine Elefanten mehr.

Auf Vermittlung Deutschlands und der EU hatte sich die internationale Staatengemeinschaft im Jahr 2007 darauf verständigt, den Handel mit Elfenbein neun Jahre lang auszusetzen. Zuvor waren drei Viertel des Rohelfenbeins in Schnitzerei-Werkstätten Asiens verarbeitet worden.