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Hilfe für Haiti erreicht Problemviertel

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Hilfe für Haiti erreicht Problemviertel

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Knapp zwei Wochen nach dem schweren Erdbeben in Haiti erreichen die Hilfslieferungen auch die Problemviertel der Hauptstadt. In einem der größten Slums von Port-au-Prince, der Cité Soleil, verteilten brasilianische UN-Soldaten Nahrungsmittel und Medikamente. Insgesamt sind fast eine Million Haitianer obdachlos. Die Zahl der Toten gaben die Vereinten Nationen mit mindestens 150.000 an.

Der Übergangschef der UN-Hilfsmission auf Haiti hat umfangreiche Verstärkung gefordert – und darüber ist auch der brasilianische UN-General Floriano Peixoto erleichtert: “Wenn weitere Soldaten kommen, können wir mehr Lebensmittel verteilen und die logistischen Aufgaben gemeinsam mit unseren Partnern besser bewältigen.”

Unterdessen spenden immer mehr Länder Geld für Haiti. Unter den internationalen Spendern nimmt die EU den ersten Platz ein. Sie versprach, insgesamt 420 Millionen Euro in den Karibikstaat zu schicken. Die USA spendeten bereits 83 Millionen Euro, Japan liegt mit 49 Millionen auf Platz 3.

Im kanadischen Montréal kommen am Montag Haitis Regierungschef Jean-Max Bellerive und die Außen- und Finanzminister von rund 20 Staaten zusammen, um eine für März geplante internationale Geberkonferenz vorzubereiten. Aus dem gleichen Grund fand in Brüssel ein Treffen der EU-Außenminister statt.