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Kanada schlägt Schuldenerlass für Haiti vor

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Kanada schlägt Schuldenerlass für Haiti vor

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Rund zwei Wochen nach dem Erdbeben in Haiti erreichen die Hilfslieferungen auch die Problemviertel von Port-au-Prince, etwa die als besonders gefährlich geltende Cité Soleil. Zu Beginn schien es unmöglich, Güter hierherzubringen. Nun bildeten brasilianische und amerikanische Soldaten einen Korridor, in dem Nahrungsmittel und Medikamente verteilt wurden.

Unter den internationalen Spendern für Haiti nimmt die EU den ersten Platz ein, mit Finanzzusagen in Höhe von 420 Millionen Euro. Die USA gaben 83 Millionen Euro, Japan folgt mit 49 Millionen auf Platz drei. Bei einer Geberkonferenz im kanadischen Montréal, an der Vertreter von mehr als 20 Staaten teilnahmen, regte Kanada zudem einen umfassenden Schuldenerlass für Haiti an.

Haitis Ministerpräsident Jean-Max Bellerive erklärte, der Wiederaufbau betreffe das ganze Land: “Wir müssen darüber nachdenken, Teile der Bevölkerung umzusiedeln, den öffentlichen Dienst und die wirtschaftlichen Grundlagen neu zu strukturieren. Um das zu erreichen, braucht Haiti mittel-und langfristig sehr viel Unterstützung seiner Partner in der Internationalen Gemeinschaft. Die Aufgaben verlangen, dass wir mehr tun, dass wir es besser machen und zweifellos auch, dass wir es anders machen.”

Für Anfang März ist eine große Geberkonferenz geplant. In Haiti selbst macht den UN vor allem die gewaltige Zahl der Obdachlosen Sorgen. chätzungsweise eine Million Menschen brauchen eine Unterkunft. Hilfsorganisationen riefen daher auch zur Spende von Baumaterial auf.