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London und Dublin vermitteln in nordirischer Regierungskrise

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London und Dublin vermitteln in nordirischer Regierungskrise

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Die Regierungschefs von Großbritannien und Irland, Gordon Brown und Brian Cowen, schalten sich in die nordirische Regierungskrise ein. Brown und Cowen flogen am Montag nach Belfast, um die dortige Regionalregierung vor dem Kollaps zu bewahren. Zuvor waren die beiden Premierminister in London zusammengekommen, um über das weitere Vorgehen zu beraten. “Nordirland muss sich nun vorwärts bewegen”, sagte Gordon Brown. “Und wir glauben, dass wir gemeinsam einen positiven Abschluss der Gespräche erreichen können.”

Bei dem Konflikt geht es um die Frage, ob mehr Zuständigkeiten für Polizei und Justiz von London an Nordirland übertragen werden sollen. Gerry Adams und seine Sinn Fein sind dafür, Ministerpräsident Peter Robinson, Chef der protestantischen DUP, lehnt dies ab. Vor zwei Wochen musste er wegen einer Affäre seiner Frau sein Amt vorübergehend zurücklegen, wodurch die nordirische Regierung zusätzlich geschwächt wurde. Die einstmals verfeindeten Parteien Sinn Fein und DUP bilden seit fast drei Jahren eine Regionalregierung in Nordirland.